History > Military > Download, free read

Im Schatten der Politik by Wolfgang Rudzio download in iPad, ePub, pdf

Gewalt setzt genau die Einheit durch, die Anliegen des Konfliktes ist. Bei der Ressortvergabe bestehen zudem noch immer geschlechtsspezifische Muster.

Bei der Ressortvergabe bestehen zudem

Der Konflikt kann also auch deswegen Einheit stiften, weil er inhaltlich so vage ist. Die Muslime werden dabei zu den Ersatz-Feinden, zu den operationalen Anderen. Doch die Verwirklichung des Konflikts ist es nicht allein, die diesen plausibilisiert. Julia Eckert Zur Person Dr.

Ayodhya ist nur eines der Symbole des angeblich essenziellen und daher unverhandelbaren Konflikts zwischen Hinduismus und Islam. Insofern hatten Frauen an der Gestaltung des politisch-parlamentarischen Systems keinen Anteil. Der Streit um das Land in Ayodhya schwelt seit Jahrzehnten.

Auch damals waren die meisten Toten Muslime. Gerade Frauen aber sind von diesen informellen Kreisen, sei es in Parteien oder Parlamenten, oftmals ausgeschlossen. Der Glaube, dass der Gott dort geboren wurde, heiligt den Ort. Doch gerade dadurch wurden spezifische Versionen der verschiedenen sozialen Praktiken kodifiziert. Sie verlagern eine Regelung des Anliegens in irreale Welten oder Zeiten.

Christen und Muslime wurden dagegen qua Definition von der legitimen Teilhabe am Gemeinwesen ausgeschlossen. November regiert in Deutschland mit Angela Merkel erstmals eine Kanzlerin. Das wesentliche Organisationsprinzip der Shivsena ist ihre starke lokale Verankerung in einem relativ dichten Netz von Vereinen, den Shakhas. Die hindu-nationalistische Gewalt wird in einem Verteidigungsdiskurs neutralisiert.

Gewalt setzt genau

Zum einen werden Politikerinnen in der Berichterstattung marginalisiert, d. An der Definition einer einheitlichen Kategorie hatte die koloniale Verwaltung mit ihrem Klassifizierungsbedarf Anteil. War der Islam wesentlich aggressiv, so war der Hinduismus wesentlich tolerant.

Freilich ist es nicht so, dass es Unverhandelbares und Unteilbares einfach gibt. Die institutionelle politische Beteiligung von Frauen Wer Politik in verantwortlichen Positionen mitgestalten will, kommt an den Parteien nicht vorbei, denn hier beginnt jede politische Karriere. Sie beklagen den Formalismus der Parteiversammlungen, aber auch manche Endlosdiskussion, in der ein roter Faden und der inhaltliche Kern der Auseinandersetzung nicht mehr zu erkennen sind. Der Hindu-Nationalismus und sein Zwilling, die kommunalistische Gewalt, sind Massenbewegung und Orchestrierung zugleich.

Welche Auswirkungen diese Art der Darstellung von Politikerinnen auf das politische Interesse von Frauen und ihre Bereitschaft zur politischen Beteiligung hat, ist offen. Die Shivsena vertritt einen gewaltorientierten, gewaltzelebrierenden Aktionismus. Nicht die Unverhandelbarkeit erzeugt den Konflikt, sondern Konflikte, aus welchen Interessen auch immer entstanden, erzeugen Unverhandelbarkeiten. Die hindu-nationalistischen Organisationen beanspruchten das Land, von dem sie behaupten, es sei der Geburtsort Rams.